Nachhaltiger Kleiderschrank – so geht’s!

In dieser Woche beschäftigt sich die #WG4you mit dem spannenden Thema „nachhaltige Kleidung“.  Schau auf unserem Instagram Account vorbei und hol dir Neuigkeiten direkt von den Mädels.

Am Anfang steht gleich mal ein großer Kleiderkasten-Check. Die meisten von uns haben viel mehr Kleidungsstücke zuhause, als sie tatsächlich anziehen. Europäer kaufen durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke im Jahr. Zum Vergleich: In den 1920er-Jahren lag diese Zahl noch bei 10 bis 15 Stücken.

Platzt dein Kleiderschrank auch schon aus allen Nähten? Ordnung schaffen lohnt sich. Erstens hast du dadurch selbst einen besseren Überblick über deine Garderobe und zweitens machst du mit deiner ausgemisteten Kleidung vielleicht anderen eine Freude (siehe unten). 

Außerdem haben wir gerade ein tolles Gewinnspiel, bei dem du einen 50-Euro-Shopping-Gutschein des Labels Vresh aus Eferding gewinnen kannst. Vresh vertreibt faire Mode, die in Europa produziert wird und hat gerade eine Jeans-Crowdfunding Kampagne gestartet.

Poste auf Instagram ein Foto deines Kleiderschranks mit den Hashtags #wg4you und #vresh4you, verlinke die 4youCard und schon bist du dabei! Hier geht’s zum Gewinnspiel.

Damit dir die Aufgabe leichter fällt, haben wir gleich ein paar Tipps für dich: 

1) Nimm alles heraus und mache  drei Stapel: 

  • „unbedingt behalten“
  • „kann weg“
  • „vielleicht“

2) Alles, was du mehr als ein Jahr nicht mehr getragen hast, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr anziehen. 

3) Alles, was auf dem „Vielleicht“-Stapel gelandet ist, genauso wenig.

Und dann?

Wenn das Gewand, das du aussortiert hast, noch gut erhalten ist und dir schlichtweg nicht mehr gefällt oder passt, gibt es drei Möglichkeiten:

1) Kleidung spenden: Halte Ausschau nach Sammel-Containern für Altkleider. Die gespendeten Kleidungsstücke werden dann entweder direkt an bedürftige Personen weitergegeben oder in Shops verkauft. Der Erlös kommt wohltätigen Zwecken zugute. Aber Achtung, schau dir an, wie der Container beschriftet ist, und informiere dich über das Unternehmen. Es gibt mittlerweile private Anbieter, die aus dem Verkauf gebrauchter Kleidung Profit schlagen wollen. Bei der Volkshilfe https://www.volkshilfe-ooe.at/die-volkshilfe/mithelfen/sach-spenden/ oder Caritas https://www.caritas-linz.at/spenden-helfen/sachspenden/ bist du auf der sicheren Seite. 

2) Kleidung tauschen: Ein Teil, das dir irgendwie einfach nicht mehr taugt, steht deiner besten Freundin vielleicht ganz hervorragend. Und eventuell hat sie auch ein paar Schrankhüter daheim, die dir super gefallen. Warum nicht gleich ein paar Leute einladen und eine Kleidertauschparty organisieren? In jeder größeren Stadt gibt es sowieso regelmäßig Kleidertauschparties: Für eine kleine Teilnahmegebühr bist du dabei und triffst auf andere tauschwillige Modefans. So viele Teil, wie du mitbringst,  kannst du auch mit nach Hause nehmen. 

3) Kleider verkaufen: Mal ehrlich: Wer hat keine Fehlkäufe zuhause, die er höchstens ein- zweimal getragen hat? Für solche neuwertigen Teile findet sich oft schnell ein Käufer. Zum Beispiel auf Plattformen wie willhaben.at oder kleiderkreisel

 

Nun hast du Platz für ein paar neue Frühlings-Teile und bist schon in Shopping-Laune? Super, aber bevor du losziehst, gibt es ein paar Facts in Sachen Kleidung, die du beachten solltest:

Kleidung, egal ob teuer oder günstig – selten wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Neben den Auswirkungen auf die Umwelt und den unfairen Arbeitsbedingungen kann auch die Zusammensetzung der Stoffe negativ für unsere Gesundheit sein.

Jedem von uns ist bestimmt schon einmal die Beschriftung „Made in China“  „Made in Bangladesch“ usw. am Wäscheetikett aufgefallen. Doch nicht nur aufgrund der langen Transportwege der Kleidung ist die Textilherstellung eine besonders starke Belastung für die Umwelt. Auch der Anbau sowie die Produktion schaden der Umwelt. Pestizide und Düngemittel werden bei der Herstellung in großen Mengen eingesetzt. Baumwolle wird meist in Monokultur angebaut. Das heißt, dass nur eine Art auf dem Boden angebaut wird. Dadurch werden viele Nährstoffe entzogen und der Boden wird dadurch ausgelaugt, damit dort noch gewinnbringend angebaut werden kann muss viel gedüngt werden. Der Dünger repariert das Ökosystem jedoch keineswegs, sondern häuft den Boden nur künstlich mit neuen Mineralstoffen an. Viele dieser Dünger sind allerdings schädlich für Umwelt, Tier und Mensch. Zusätzlich sind Monokulturen sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten, was den Einsatz von Pestiziden mit sich bringt. Ein weiteres Problem stellt der Wasserverbrauch in südlichen Ländern dar, der zur Bewässerung der Pflanzen benötigt wird.

Je nach Fasertyp kommen unterschiedliche Färbetechniken und Farbmittel zum Einsatz. Wie du sicher schon mal bei ungewaschenen erstmalig getragenen Jeans bemerkt hast, können sich diese auf der Haut ablagern.

Es liegt in deiner Macht, dagegen etwas zu tun. Faire Baumwolle gibt es mittlerweile fast überall zu kaufen. Neben einem coolen Look tust du auch was für unsere Umwelt. Hier ein paar Tipps für nachhaltiges Konsumverhalten:

 

  • Kaufe faire Mode: Mittlerweile gibt es coole Stores in jeder Stadt. Labels und Zertifikate geben dir Auskunft über die Produktionsbedingungen.
  • Weniger ist mehr: Anstelle von vielen billig produzierten Teilen gönne dir lieber 2 oder 3 nachhaltige Kleidungsstücke.
  • Qualität statt Quantität: Stoffe aus schlechter Qualität werden schneller kaputt. Mit qualitativer und nachhaltiger Kleidung hast du wesentlich länger eine Freude.
  •  Recycling: Nicht jeder Fleck oder jedes Loch ist gleich ein Grund zum Wegschmeißen. Repariere oder peppe deine alten Teile auf! Hilfe beim Recycling deiner Kleidungsstücke findest du z.B. in der  Nähküche (Bitte verlinken: https://naehkueche.wordpress.com/)
  • Second Hand: Ob Promis oder Fashion-Blogger, alle schwören auf Vintage. Kein Wunder, in Second-Hand-Läden finden sich oft wahre Schmuckstücke und das zu kleinen Preisen. 

 

Faire Mode aus Österreich:

 

Gütesiegel für den freien Handel:

  • GEPA
  • Naturland Fair
  • FAIRTRADE
  • WELT Partner
  • WORLD FAIR TRADE ORGANIZATION
  • EL PUENTE
  • RAINFOREST ALLIANCE CERTIFIED
  • UTZ
  • HAND IN HAND

Siegel für „saubere Kleidung“:

 

  • IVN Best-Label
  • GOTS-Label
  • „Made in Green“-Label von Oeko-Tex

 

Nützliche Webseiten und Kampagnen:

www.bewusstkaufen.at

https://www.global2000.at/faire-mode

https://www.global2000.at/kleidertauschparty-neue-alte-sachen-für-alle

https://ratgeber.greenpeace.at/ratgeber-gift-in-kleidung/?_ga=2.171065126.763984219.1523541671-1624437599.1523541671

https://actions.sumofus.org/a/schmutzige-jeans?source=campaigns

https://www.albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/vegane-kleidung

https://www.cleanclothes.at/

http://www.klimabuendnis.at/aktuelles/ooe-gutes-finden

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Die WG4you!

Name: Cornelia Schlick

Alter: 19

Beruf/ Ausbildung: Bachelor Studium Sport und Englisch

Hobbies: Schwimmen, Wandern, Musizieren

In der WG bin ich: "die Queen of Hygiene"

Warum ich beim Projekt mitmache: Weil ich mich gerne zu dem Thema weiterbilden möchte, und es mir schwer fällt, konsequent nachhaltig zu leben

  

Name: Eva Werner

Alter: 20

Beruf/ Ausbildung: Kindergartenpädagogin

In der WG bin ich: "Der kreative Kopf"

Warum ich beim Projekt mitmache: Nachhaltigkeit hat in meinem Leben einen großen Stellenwert und ich möchte erfahren, welche simplen und günstigen Maßnahmen ich noch umsetzen kann.

 

 

Name: Lisa Mayrhofer

Alter: 19

Beruf/ Ausbildung: Bachelor Studium Mathematik,  Biologie und Umweltkunde

In der WG bin ich: "Die Handwerkerin"

Warum ich beim Projekt mitmache: Ich bin aus meinem Elternhaus nachhaltiges Leben gewohnt, seit ich von zuhause ausgezogen bin gelingt mir das jedoch nicht mehr so gut, deshalb möchte ich in den kommenden Monaten herausfinden, wie ich das in meiner eigenen Wohnung schaffen kann.

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