Wie funktioniert eigentlich… Winterschlaf?

Wir freuen uns jedes Jahr wieder über Schnee, Tiere hingegen tun sich schwer, sich bei Minusgraden warm zu halten und genügend Futter zu finden. Sie haben daher ihre ganz eigene Strategie entwickelt, um den Winter zu überstehen: Sie verschlafen ihn einfach. 


Name: Winterschlaf, der

Winterschläfer im Tierreich: Fledermäuse, Siebenschläfer, Hamster, Igel und Murmeltiere

Dauer: Je nach Tierart drei bis sieben Monate

Tabu: Winterschläfer dürfen keinesfalls geweckt werden, denn das kostet sie viel Energie. Manche Tiere können dadurch sogar sterben.


Warum halten manche Tiere einen Winterschlaf?

Im Winter ist es kalt und es gibt kaum Futter – keine guten Voraussetzungen für Säugetiere. Der Winterschlaf ist für einige Tierarten lebensnotwendig. Sobald die Tage kürzer und die Sonnenstunden weniger werden, merken Igel, Fledermäuse und Co, dass es nun Zeit für ihre Winterruhe ist. Das liegt zum einen daran, dass die Tage kürzer werden, zum anderen haben Tiere eine Art innere Uhr.


Wie können sie überleben?

Die Winterschläfer suchen im Herbst Orte wie Baumstämme oder Erdhöhlen auf, an denen sie vor der strengen Kälte geschützt sind und polstern sie mit Heu, Stroh, Blättern, Haaren, Wolle und anderen Materialien aus. In dem so ausstaffierten Unterschlupf verbringen sie meist zu mehreren Tieren mit zusammengezogenem, eingerolltem Körper und geschlossenen Augenlidern den Winter. Ihre normale Körpertemperatur sinkt dabei meist auf Werte zwischen 9 und 1 °C ab. Sie verlangsamen außerdem Herzschlag- und Atemfrequenz – so atmet der Igel statt 50 Mal pro Minute nur noch ein- bis zweimal – und setzen auch alle anderen Körperfunktionen auf Sparflamme. Ihr Fettgewebe sorgt dafür, dass sie monatelang ohne Fressen auskommen und dass ihre Körpertemperatur bei verstärktem Absinken der Außentemperatur kurzfristig aufgeheizt wird. Das ist ein immenser Kraftaufwand für die Tiere.

Was passiert beim Aufwachen?

Sobald die Temperaturen im Frühling wieder steigen, heißt es: Bitte aufwachen! Auch hier scheint sich bei Tieren wieder die innere Uhr zu Wort zu melden. Das Aufwachen ist allerdings extrem kräftezerrend , schließlich müssen die Tiere ihren Stoffwechsel innerhalt kürzester Zeit vom Sparmodus wieder auf volle Leistung bringen. Murmeltiere etwa kostet das 80 Prozent aller Energie, die sie während des gesamten Winterschlafes benötigen. Deshalb sollten Tiere ihren Winterschlaf auch nicht zu oft unterbrechen –kleine Wachpausen sind aber  durchaus üblich.

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