4youCard Weltentdeckerinnen - Das haben sie erlebt!

Spannende Monate im Ausland liegen hinter unseren 4youCard Weltentdeckerinnen Lisa und Barbara. Auf Instagram haben sie regelmäßig von ihren Erfahrungen berichtet. Hier haben sie ihre Erfahrungen für euch nochmal zusammengefasst:


 

Lisa Maria Schedlberger

Ich bin Lisa, 19 Jahre alt, studiere derzeit Kommunikation, Wissen, Medien an der FH Hagenberg und ich durfte den September in Brüssel verbringen und zwar am wohl spannendsten Arbeitsplatz der Welt: Dem Europäischen Parlament.


Nachdem die EU-Wahlen im Mai 2019 geschlagen waren, durfte auch ich einige Wochen später erfahren, dass die Schnapsidee im Winter mich im Europäischen Parlament für ein Praktikum zu bewerben nun tatsächlich wahr werden sollte.

Nachdem bereits im Vorhinein zahlreiche Vorbereitungen getroffen wurden: Wohnungssuche, Flug buchen, mich mit der Stadt auseinandersetzen und mich für mein Praktikum vorbereiten. Denn am 1. September sollte es für mich schon los gehen.

Dort angekommen war es zu Beginn nicht leicht sich alleine in der großen Stadt zurecht zu finden – schon gar nicht mit zwei großen Koffern Gepäck mit denen ich die nächsten Wochen auskommen sollte. Doch gottseidank lief im Großen und Ganzen alles reibungslos ab.

Am nächsten Tag in der Früh ging es dann tatsächlich los: Mein Praktikum im Europäischen Parlament. Nachdem Blazer und Bluse angezogen waren, machte ich mich auf den Weg. In dieser Legislaturperiode war ich für den Abgeordneten, für den ich arbeiten durfte, die erste Praktikantin, was das ganze nochmal spannender machte. An meinem ersten Arbeitstag durfte ich gleich mithelfen das neue Büro einzurichten bevor es tatsächlich an die Arbeit ging. Doch nicht viel später wurde mir von meinem Büro-Team alles weitere gezeigt. Neben einem Rundgang durch das riesengroße Parlamentsgebäude wurden mir nach und nach meine Tätigkeitsbereiche erklärt. Zu Beginn war ich die meiste Zeit im Büro und beschäftigte mich mit Recherchetätigkeiten aller Art, sowie etlichen administrativen Tätigkeiten wie zum Beispiel Termine im Kalender vermerken oder Emails beantworten.

Spannend wurde es bei den Terminen, bei denen ich den Abgeordneten begleiten durfte. Diskussionsrunden, Fernsehtermine, Ausschusssitzungen und viele mehr. Langweilig wurde mir während meines Praktikums nie!

Ein ganz besonderes Highlight war die Reise nach Straßburg. Da einmal pro Monat die Plenarwoche stattfindet, reisen alle Abgeordneten sowie die Büroteams und eine Menge an Lobbyisten jeden Monat von Montag bis Donnerstag dorthin. Auch wenn ich die meiste Zeit im Büro verbrachte, ging sich einmal ein Besuch in der wunderschönen Straßburger Innenstadt aus.

Auch am Wochenende wurde mir nie langweilig. Brüssel hat ohnehin soviel zu bieten und zusätzlich wurde eigentlich immer am Wochenende was mit den anderen österreichischen Praktikanten unternommen. Da in Brüssel das ganze Jahr über viele Österreicherinnen und Österreicher ein Praktikum machen, werden dort Praktikanten-Stammtische veranstaltet. Also bereits in der ersten Woche lernt man unglaublich viele Leute kennen! Es war unfassbar lehrreiche Zeit und noch nie zuvor hatte ich die Chance so viele Einblicke in das politische Geschehen der EU zu bekommen.

Was ich nach vier Wochen Praktikum im Europäsichen Parlament sagen kann?
Brüssel hat mich garantiert nicht das letzte Mal gesehen.
 

Barbara Preinfalk


Vorbereitung
Ohio ist mittlerweile meine dritte Langzeitdestination, zuvor waren es Irland als Austauschschülerin und Griechenland als europäische Freiwillige. Deshalb weiß ich mittlerweile auch schon etwas besser, was denn auf meiner Packliste auf gar keinen Fall fehlen darf. Meine drei absoluten Must-haves sind mein geliebter Reiserucksack, mein Regenschirm und eine Multisteckdose samt Adapter. So manche fragen sich vermutlich, warum ich gerade nach Ohio gegangen bin? Als zukünftige Englischlehrerin (und Liebhaberin des amerikanischen Englisch) musste ein Aufenthalt in der Vereinigten Staaten während des Studiums einfach drinnen sein und Ohio hat anscheinend die schönste Aussprache. Außerdem hat meine Universität in Salzburg schon seit 50 Jahren eine Partnerschaft mit der Bowling Green State University. Darum lief die Planung des Semesters auch wie am Schnürchen (ein großer Vorteil an Partnerunis)!


Reise beginnt
In den letzten paar Tagen vor meiner Abreise habe ich noch einige schöne Stunden mit Freunden und Familie verbringen können, ob beim Wandern, Schwimmen oder Jausnen. Ich habe mich zuhause verabschiedet und bin den Weg nach München dann allein angetreten. Damit habe ich mir tränenreiche Verabschiedungen direkt am Flughafen erspart. Während ich dann auf meinen Flug gewartet habe, habe ich darüber nachgedacht, was mich wohl in Amerika erwarten würde. Wie würden die Leute sein? Wie würde mein Studentenheim sein? Wie würden die Kurse sein? Nach meiner 26-stündigen Anreise bin ich dann fix und fertig ins Bett gefallen – im Schlafsack, wohlgemerkt, denn Bettwäsche musste ich erst besorgen.


Leben im Ausland
Schon nach wenigen Wochen kehrte eine gewisse Routine in meinem Alltag ein und ich begann, mich hier richtig wohlzufühlen. Gemeinsam mit zwei Mitbewohnerinnen teile ich mir ein Zimmer und wir verstehen uns wirklich gut. Montag bis Freitag besuche ich meine Kurse und erledige Hausaufgaben – von Statistikbeispielen und Reading Quizzes bis zu Gedichtinterpretationen oder Präsentationen kann einen hier alles erwarten. Zusätzlich zu den normalen Fächern belege ich auch Frauenchor und Stressmanagement. Das schafft etwas Entspannung im sonst so turbulenten Unialltag! Etwas seltsam war für mich am Anfang, dass die Kurse nicht wie zuhause einmal pro Woche stattfinden, sondern zwei- bis dreimal. So habe ich Statistik zum Beispiel jeden Dienstag und Donnerstag von 14:30 bis 15:45 Uhr oder Chor Montag, Mittwoch und Freitag von 12:30 bis 13:20 Uhr.
An den Wochenenden geht es für uns meist mit dem Mietauto irgendwohin, bisher zu den Niagarafällen, nach Toronto, Chicago, Columbus, Cincinnati und Nashville. Gemeinsam mit vier anderen Österreicherinnen von der Uni Salzburg und einer italienischen Freundin habe ich schon viele lustige Stunden im Auto verbracht. Strecken von sechs Stunden sind schon fast Normalität für uns. Da die meisten von uns nur ein Semester an der Bowling Green State University verbringen, wollen wir so viele Orte wie möglich in der kurzen Zeit bereisen. Es ist aber natürlich auch ganz schön anstrengend, wenn man sonntags nach Mitternacht zurückkommt und montags schon um 8:00 Uhr morgens den ersten Kurs hat. Doch unsere Wochenendtrips sind die Strapazen wert!

Abschluss
Insgesamt lernt man während so einem Semester vieles an Österreich zu schätzen (z.B. gutes Trinkwasser, Essen, öffentlicher Verkehr), entdeckt aber auch viele großartige Seiten an der USA (z.B. Campusleben, kulturelle Vielfalt, Freundlichkeit). Ich kann es wirklich jedem nur empfehlen, sich zu trauen und über den eigenen Schatten zu springen. Erstens erlebt man Dinge, die einem keiner mehr nehmen kann. Zweitens lernt man viele neue, offene Menschen kennen. Drittens bereichert einen ein Auslandssemester einfach fürs Leben. Für mich geht es hier nun in den Endspurt, denn ich bin nur mehr knapp zwei Monate da. Schon jetzt werde ich fast ein bisschen traurig, wenn ich an die Abreise denke! Gott sei Dank weiß ich, dass ich die Erinnerungen immer bei mir behalten werde.

 

 

Hannah Winkler

Es kommt mir vor, als wäre es ewig her, dass ich Ende August in Nizza gelandet bin. Dass es sich nur um wenige Monate handelt, ist für mich kaum zu glauben, wenn ich daran denke, was ich alles erlebt habe. Was ich zu meinem Erasmus-Aufenthalt bis jetzt sagen kann? Eine Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte und mich in vielerlei Hinsicht bereichert hat!

Vor allem bin ich dankbar für all die Freunde dich hier gefunden habe und die für mich zu meiner Erasmus-Familie geworden sind. Außerdem konnte ich durch die Uni mein Französisch um einiges verbessern, was ja eigentlich das Ziel meines Auslandssemesters war. Auch für mich selbst konnte ich einiges dazulernen, man wird so viel selbstständiger und offener wenn man (zu Beginn) ganz auf sich allein gestellt ist.

Ich will noch gar nicht an den Abschied denken, von Nizza und von all den Bekanntschaften hier. Aber wer weiß, vielleicht komme ich ja bald wieder zurück...

Ich kann jedem nur empfehlen, auf Erasmus zu gehen, es ist eine einzigartige Möglichkeit, die noch dazu gut gefördert ist. Klar ist es nicht immer einfach, so weit weg von zuhause zu sein, und es erfordert auch einiges an Organisation, die Erfahrung ist das aber alles wert.

Falls ich mit meinen Berichten euer Interesse wecken konnte, wendet euch am besten an eure Uni (International Office) oder meldet euch bei mir für weitere Fragen :) Danke, dass ich Teil des Weltentdecker-Projekts sein durfte und ihr mich einen Teil meiner Reise begleitet habt!

Logo Tips
Logo VKB
Logo Oberösterreichische
Logo Life Radio
Logo Tips
Logo VKB
Logo Oberösterreichische
Logo Life Radio