3 Fragen an LH Thomas Stelzer zum Thema Rauchen


Das neue Jugendschutzgesetz besagt, dass man nicht mehr ab 16, sondern erst ab 18 Jahren rauchen darf. Warum kam es zu dieser Änderung?

Die Gesundheit unserer Jugendlichen steht an erster Stelle: Dass Rauchen alles andere als gesund ist, wurde vielfach wissenschaftlich belegt. Die Änderung zielte somit allgemein auf einen größeren Gesundheitsschutz ab. Ganze 27 Prozent der österreichischen Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren rauchen täglich mindestens eine Zigarette. Damit sind wir europaweit gesehen leider im Spitzenfeld. Dem möchten wir mit dem neuen Gesetz entgegenwirken.  Zahlreiche Studien belegen, dass ein höheres Einstiegsalter beim Rauchen und beim Alkohol positive Folgen für die Gesundheit hat: Im Idealfall beginnt man später aber gar nicht mehr zu Rauchen. Gleichzeitig steigt das Risiko für Langzeitschäden mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten. Nikotin soll daher erst ab 18 Jahren zugänglich sein.


Shishas werden oft als gesündere Variante im Vergleich zum Zigarettenrauch gesehen – gilt das Rauchverbot ab 18 auch für sie?

Dass Shishas gesünder sind als Zigaretten, ist bereits wissenschaftlich widerlegt. Neben der Gefahr, die durch das Inhalieren zu hoher Kohlenmonoxidmengen entsteht, konnten auch andere schädliche Auswirkungen nachgewiesen werden. Nachdem die Shisha von Experten auch als Einstiegsmittel für Zigaretten angesehen wird, steht es für uns außer Zweifel, dass das Rauchverbot für Jugendliche nicht nur Zigaretten betreffen wird, sondern auch Shishas, E-Zigaretten und E-Shishas umfasst.

Was kann man tun, damit weniger Jugendliche zu Rauchen beginnen?
Ganz wichtig ist die Information über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens. Es sind vor allem die oft dramatischen Langzeitfolgen, welche beim Raucheinstieg unterschätzt und noch nicht wahrgenommen werden. Jeder weiß, dass Rauchen der Gesundheit schadet, aber wie schädlich es wirklich ist, ist den wenigsten bewusst. Bereits im Schulunterricht muss es daher eine umfassende Aufklärung zum Thema geben.  Toll sind daher Projekte wie „Gsunde WG“ der 4youCard, in dem unter anderem über Rauchen informiert wird und die aktuelle Kampagne „I rauch ned - mia schmeckts Leben“.

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