Erfahrungsberichte über Freiwillige im Europäischen Solidaritätskorps!

Freiwilligenprojekte im ESK

Solidaritätsprojekte im ESK

 

Francesca H., 19

Einsatzstelle: Bureau Information Jeunesse 37 in Tours (Frankreich)
Tätigkeit(en) im Einsatz: Erstellen einer Fotoausstellung gegen die Diskriminierung von Migranten, Information über internationale Mobilität, gemeinsame Projekte mit anderen Freiwilligen
Einsatzdauer: 10 Monate

Deine Motivation ins Ausland zu gehen: Ich habe letztes Jahr maturiert und wollte bevor ich zum Studieren anfange, noch eine andere Kultur, andere Menschen, aber auch mich selbst besser kennenlernen.

Dein Einsatz in 3 Worten: Bereicherung, Offenheit, Engagement
Dein schwierigstes Wort das du bisher gelernt hast: assainissement
Dein schönstes Erlebnis: Das Mid-Term-Seminar: Es war unglaublich, wie viel offener und selbstbewusster ich seit Anfang des Jahres geworden war und welch interessante Menschen ich dort traf!
Dein lustigstes Erlebnis: Ein Spieleabend bei einer Kollegin, mit Apfelkuchen und Bier
Darum sollte man es machen: Man lernt wahnsinnig viel, sowohl über andere Menschen, aber auch vor allem über sich selbst. Man lernt eine neue Umwelt und neue Weltanschauungen kennen und sich auf neue Begegnungen einzulassen.

Ich hätte es mir anfangs nicht gedacht, aber ein Freiwilligendienst ist viel mehr als nur die Aufgaben, für die man sich bewirbt. Rückblickend verblasst die professionelle Leistung neben der persönlichen Entwicklung. Ich hätte mir nie erwartet, so viel während dieser zehn Monate zu lernen!
Bis vor einem Jahr bin ich jeden Tag brav in die Schule gegangen und habe diese passive Rolle nicht weiter hinterfragt. Jetzt habe ich entdeckt, was ich eigentlich alles verändern kann, welches Potential in mir steckt! Ich habe angefangen, mich ehrenamtlich zu engagieren und möchte diese Tätigkeiten auch nach dem Ende meines ESK weiterführen.

Trotz Corona waren die letzten zwei Monate eine sehr positive, sehr lehrreiche Zeit für mich. Ich habe neue Leute kennengelernt, realisiert, wie viel schöner das Leben ist, wenn man mit einem Lächeln durch den Tag geht und ich habe an Selbstvertrauen dazugewonnen.
Würde ich es noch einmal machen? Ja, auf jeden Fall!

 

 

 

Shania C., 19

Einsatzstelle: Rotes Kreuz Luxemburg (Luxemburg)
Tätigkeit(en) im Einsatz: In Luxemburg gibt es so einige Nachmittagsbetreuungen und Kinderkrippen, die Teil des Roten Kreuz Luxemburg sind. Für diese Kinder, die zirka zwischen 2 Monate und 12 Jahre alt sind, gibt es eine zusätzliche Aktivität, nämlich mein Projekt: „Die Kunterbunte - die Zeitschrift für Kinder von Kindern”. Gemeinsam mit den Kindern sammle ich Beiträge in verschiedensten Formen, wie beispielsweise Artikel, Fotos oder Zeichnungen. Aus dem gesammelten Material gestalte ich anschließend die Zeitung auf Adobe InDesign. Mein Projekt besteht also teilweise aus Pädagogik in Bezug auf Medien, hauptsächlich jedoch aus Grafikdesign.
Einsatzdauer: 10 Monae

Deine Motivation ins Ausland zu gehen: Nach der Matura entschied ich mich für diesen Weg, weil ich es wichtig halte, in diesem Alter Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln und sich selbst kennenzulernen. Mir war es wichtig, mein Blickfeld zu erweitern, um idealerweise herauszufinden, was ich studieren möchte. Mein Ziel war es, mich aus meiner Komfortzone herausbewegen, um neuen Umgebungen, einer neuen Sprache, einer neuen Kultur und neuen Menschen ausgesetzt zu sein und mich dadurch als Person weiterzuentwickeln. Dies vor allem ohne Hilfe meiner Eltern.
Dein Einsatz in 3 Worten: aufregend, lehrreich, (anfangs) beängstigendDein schwierigstes Wort das du bisher gelernt hast: Pimpampelen (Schmetterlinge auf Luxemburgisch)
Dein schönstes Erlebnis: Mein schönstes Erlebnis war, als ich meine erste Zeitschrift fertiggestellt habe und sich die ganze Mühe ausgezahlt hat.
Dein lustigstes Erlebnis: Meine erste Aktivität mit den Kindern war ein von mir zusammengestelltes Österreichisch-Luxemburgisch-Quiz: Die Kinder mussten hierbei die Bedeutungen österreichischer Begriffe erraten und brachten mir anschließend die luxemburgischen Übersetzungen bei.
Darum sollte man es machen: Man lernt neue Menschen von ganz Europa kennen. Man sammelt außerordentliche Erfahrungen.  Ein Freiwilligendienst im Ausland bietet einem einen angenehmen Übergang ins Erwachsenenleben: Einerseits ist man auf sich selbst gestellt und man muss für sich selbst sorgen. Andererseits bekommt man von der Sende- und Aufnahmeorganisation jederzeit Unterstützung, falls diese benötigt wird. Man steht also nicht alleine da, wenn‘s mal nicht so gut läuft. Außerdem hat man genügend Freizeit, um zu reisen und das neue Land besser kennenzulernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christian H., 19

Einsatzstelle: Asociación Caminos in Triana (Spanien)
Tätigkeit(en) im Einsatz
: Unterstützer einer Oliven- und Pferdefarm
Einsatzdauer
: 10 Monate
Deine Motivation ins Ausland zu gehen:
Meine Motivation war einerseits meine Fähigkeiten einer Organisation im Ausland anzubieten, andererseits wollte ich ein neues Land entdecken, eine neue Sprache lernen neue Menschen kennenlernen und in eine fremde Kultur eintauchen.

 

 

Dein Einsatz in 3 Worten: Natur, Selbstentdeckung, Lernen
Dein schwierigstes Wort das du bisher gelernt hast:
Remaches – das sind die Nieten für Messer. (für den Griff)
Dein schönstes Erlebnis:
Bei der Geburt eins Fohlens dabei zu sein.
Dein lustigstes Erlebnis:
abendliches Lagerfeuer mit Ex-Freiwilligen hier auf der Farm.
Darum sollte man es machen:
Ein Freiwilliges Soziales Jahr gibt jedem die Möglichkeit die eigne Persönlichkeit zu entwickeln

Seit dem 26. August 2019 arbeite ich auf der Biologischen Olivenfarm La Finca „La Cañada del Robledo“ in Andalusien (Provinz Cádiz).

Mir wurde die Möglichkeit gegeben in dieses wunderbare Land des einmaligen Picasso, der Pferde, des Flamenco Tanzes, des Stierkampfes und der bezaubernden Fiestas einzutauchen. Ich durfte die Olivenernte miterleben und bei der Produktion von Olivenöl helfen. Mir wurde gezeigt wann und wie Gemüse angebaut und geerntet und Fisch geräuchert wird. Auch wurde mir die Chance geboten mein kreatives „Ich“ zu entfalten. Ich dufte mit Zement und Ziegel Gemüsebeete und Mauern bauen, Olivenholz schnitzen, und mein eigenes Haus dekorieren und verbessern. Es wurde mir möglich gemacht mit Pferden in Kontakt zu kommen und Geburten von Fohlen mitzuerleben. Ich konnte in diesem Jahr meine eigene Persönlichkeit entwickeln und „neuentdecken“.

Das was allerdings für mich am schönsten ist/war, sind die Sonnenuntergänge draußen vor einem Lagerfeuer zu verbringen oder die Nacht im freien zu schlafen.

 

 

 

 

 

 

 

David E., 19

In einem Gymnasium (Lycée Cézanne) in Aix-en-Provence (Frankreich)
Tätigkeiten im Einsatz: Sprachassistenz, Veranstalten von Workshops, Hilfe in der Bibliothek
Einsatzdauer: 11 Monate

Deine Motivation ins Ausland zu gehen: Ich wollte nach der Matura unbedingt etwas Neues kennenlernen, einfach mal weggehen und meine Jugendjahre genießen.
Dein Einsatz in 3 Worten: durchweg bereichernde Erfahrung
Dein schwierigstes Wort das du bisher gelernt hast: invraisemblablement (unwahrscheinlich)
Dein schönstes Erlebnis: Silvester am Strand von Nizza zu feiern
Dein lustigstes Erlebnis: war als wir eine Abkürzung nehmen wollten und mitten im Garten eines Franzosen landeten.
Darum sollte man es machen: Um die eigene Komfortzone zu verlassen und um zu entdecken, wieviel es außerhalb der gewohnten Umgebung noch zu sehen gibt.

 Schon vor meiner Matura habe ich oft mit dem Gedanken gespielt, nach der Schule ein Jahr im Ausland zu verbringen. Endlich wollte ich mich mal aus meiner Komfortzone schubsen und in eine neue Kultur eintauchen; und das auf so eine Art und Weise, wie man es mit einem einwöchigen Urlaub nicht kann. Ich wollte mit den Landsleuten essen, trinken, lachen und feiern. Das Land in allen Facetten fühlen, die Probleme der hiesigen Gesellschaft nachvollziehen können und mir Kenntnisse der Landessprache aneignen. Die französische Sprache und Kultur hatte schon immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und so war ich umso glücklicher, als ich schlussendlich mein Projekt in Südfrankreich gefunden habe. Auf die Bewerbung folgte bald die Zusage, auf diese dann der Umzug. Ein Umzug in ein Land, das ich nur aus Filmen und von etwaigen Urlaubsaufenthalten kannte und dessen Sprache ich nur auf einem mittelmäßigen Niveau sprechen konnte. Und dann kam ich an, in einer Stadt in der Nähe der Côte d’Azur und inmitten der wildromantischen Lavendelfelder der Provence – genau hier lebe, arbeite und verweile ich nun seit 9 Monaten, in Aix-en-Provence. Hier mache ich all das, was ich von meinem Auslandsjahr erwartet habe: Ich esse, trinke, lache und feiere mit den Leuten hier und ich verstehe mehr und mehr von diesem wunderschönen und außerdem hochgradig interessanten Land. Ich habe mit diesem Projekt die Möglichkeit bekommen, viele unterschiedliche und tolle Menschen von den verschiedensten Plätzen dieser Erde kennenzulernen. Freiwilligenarbeit öffnet unglaublich viele Türen zu Welten, die sich uns sonst so nie offenbart hätten; eine davon ist ganz klar der internationale Zusammenhalt von unserer Generation an jungen Leuten rund um den Globus. Und in Zeiten wie den unsrigen, bräuchten wir da nicht genau das am meisten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Anna W., 19

Einsatzstelle: Tools for Selfreliance in Southampton (Großbritannien)
Tätigkeit(en) im Einsatz: Reparieren von alten Werkzeugen und Nähmaschinen, Vorbereiten der Pakete für die Verschiffung nach Afrika
Einsatzdauer: 6 Monate

Deine Motivation ins Ausland zu gehen: Nach der Matura wusste ich noch nicht was ich studieren möchte, ein Auslandsaufenthalt war die beste Möglichkeit nochmal gründlich darüber nachzudenken.
Außerdem wollte ich schon immer eine Auslandserfahrung machen und meine Englisch Kenntnisse verbessern.

Dein Einsatz in 3 Worten: lehrreich, regnerisch, unvergesslich
Dein schwierigstes Wort das du bisher gelernt hast: „bearing puller“ (Lagerabzieher)
Dein schönstes Erlebnis: Als mich meine Familie besuchen kam und ich ihnen zeigen konnte, was ich alles gemacht und gelernt habe. Gemeinsam machten wie einen Roadtrip nach Cornwall, wo wir die schöne Landschaft von England genießen konnten.
Deine lustigsten Erlebnisse: Die täglichen Gespräche mit den älteren Freiwilligen von „Tools for Selfreliance“ bei der „Tea-break“. Jeden Tag hatten wir von 11 Uhr bis 11:30 Uhr eine Teepause. Die Freiwilligen aus der Umgebung von Southampton freuten sich immer, wenn ich da war. Sie gaben mir Lebensweisheiten mit aber auch der Spaß und der ein oder andere Witz kam nie zu kurz.

Darum sollte man es machen: Weil man in jener Hinsicht von dieser Erfahrung profitiert. Außerdem ist es sehr spannend neue Kulturen und Menschen kennenzulernen. Von mir selbst kann ich sagen, dass ich viel selbstständiger geworden bin.

Ich würde es jeden, der mit diesem Gedanken spielt in einen ESC Aufenthalt zu mache, sehr empfehlen. Einen Tipp, den ich geben würde, ist schnell Kontakte zu knüpfen und sich soviel wie möglich von dem Land zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emilia B., 18

Einsatzstelle: In einem Kindergarten in Hauset (Belgien)
Tätigkeit(en) im Einsatz: Unterstützung der Kindergärtner/innen im Kindergartenalltag, beim Sport, im Wald, im Garten, beim Mittagessen und überall wo die Kinder mich brauchten Einsatzdauer: 10 Monate

Deine Motivation ins Ausland zu gehen: Nach meiner Matura wollte ich gerne raus aus meinem bekannten Alltag und eine neue Stadt mit ihren Menschen kennenlernen. Ein Freiwilligenprojekt war da genau richtig, da ich mich sowohl sozial engagieren wollte und so eine neue Arbeitswelt kennenlernen konnte, als auch in eine neue Kultur eintauchte und viele andere Freiwilligen aus ganz Europa getroffen habe.

Dein Einsatz in 3 Worten: abwechslungsreich, lustig, lehrreich
Dein schwierigstes Wort das du bisher gelernt hast: Buddelhose, das ist ostbelgisches Deutsch und bezeichnet eine Kindermatschhose

Dein schönstes Erlebnis: In Eupen habe ich im Orchester „eastbelgica“ mitgespielt und mehrere Konzerte erlebt. Das schönste war allerdings auf jeden Fall das Konzert mit dem Stargitarristen Jaques Stotzem, der zum ersten Mal in seiner Karriere von einem Streichorchester begleitet wurde. Bei dieser besonderen Premiere spielten wir sage und schreibe drei Zugaben, denn die Zuseher verlangten immer mehr! Als letztes Lied spielten wir „Come together“ von den Beatles und die Zuschauer begannen bei Standing Ovations mitzusingen. In diesem Moment bekam ich Gänsehaut und war so dankbar hier in Belgien sein zu dürfen.

Dein lustigstes Erlebnis: Ein Ausflug ans Dreiländereck Belgien – Deutschland – Niederlande, da ich gemeinsam mit sieben anderen Freiwilligen quer durch den belgischen Wald in die Niederlande spazierte, ohne Karte, ohne Plan, einfach der Nase nach. Wir landeten auf einer steilen Mountainbikestrecke mit Rampen und Schanzen und wichen bei jedem kleinen Geräusch panisch zur Seite, aus Angst einem Rad zu begegnen. Schlussendlich sind wir aber alle sicher in den Niederlanden angekommen und können heute nur noch über unsere Aktion lachen.

Darum sollte man es machen: Ein Auslandaufenthalt ist immer eine Chance viel Neues zu lernen. Sowohl über sich selbst, als auch über andere Sichtweisen, Kulturen und Menschen. Natürlich ist ein Jahr weg von Zuhause nicht immer einfach, aber wenn man den Mut hat ein Freiwilligenjahr zu machen, dann bekommt man so viel zurück. ESK ermöglicht es Grenzen zu überwinden und sich für eine bessere Zukunft einzusetzen, da wir Jugendlichen Europa vernetzen und uns füreinander einsetzen.
	Jugendquartett von Eastbelgica

 

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